Aufgewachsen und entwickelt haben sich die Trauben in einer regelrechten Bilderbuchvegetation. Lediglich über die Rebblüte im Juni fehlte es etwas an Sonne, weshalb einige Traubengescheine nicht in vollem Umfang verblühten. Das ist einer der Gründe, warum der neue Jahrgang 2009 im Ertrag eher unterdurchschnittlich ausfällt. Gerechnet wird im Moment mit einem Minus von 20% bis 25% gegenüber dem langjährigen Schnitt. Für die geringe Menge werden Wengerter und Weingenießer aber durch eine sehr gute Qualität belohnt. Bei den meisten Rebsorten bewegen sich die Mostgewichte durchweg im Spät- und Auslesebereich. Alle Moste und Jungweine des neuen Jahrgangs präsentieren sich überaus fruchtig, stoffig und harmonisch.
Ein sehr ausgewogener Sommer 2009 hat die Reben allzeit ausgewogen versorgt. Ab dem Reifebeginn gab es keine Niederschläge mehr, dafür aber Sonne in Fülle. Die Reben haben dann kein Wasser mehr aufgenommen, was zu einer erhöhten Konzentration der Aromen in den Trauben geführt hat. Eine überlegte Lese, sowie eine kontrollierte, langsame Gärung haben dann dafür gesorgt, dass diese Aromen sich auch im Wein wieder finden. In aufwendiger Handarbeit wurde dem Jahrgang überdies eine Beerenauslese der Sorte Schwarzriesling entlockt.
Zufriedene Gesichter in Lauffen also - und erwartungsvolle, gibt es doch bald bereits die ersten Ergebnisse des neuen Jahrgangs zu probieren.